Schreyer Essays 2013

In einigen seiner frühen Romane und auch Kurzgeschichten kehrte Wolfgang Schreyer in die Jahre des II. Dem Warschauer Aufstand, dem Schicksal unserer europäischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens galt seine teils intime und immer sehr schmerzhafte Zuwendung.

Die Welt war in den Jahrzehnten des kalten Krieges in der dauernden Gefahr, vernichtet zu werden.

Das weltumspannende Geflecht , indem die Idee geboren, die Vorbereitung und die Durchführung dieses Anschlages organsiert wurden, legte er bloß. Soll es gut sein, etwas Letztes zu tun, fragt sich der Leser.

Wolfgang Schreyer antwortet auf seine Art, direkt und mit Umschreibungen, zärtlich aber auch anfassend, traurig aber Hoffnung gebend, Abschied nehmend aber mit dem Wunsch zu bleiben, in den Erinnerungen derer, die um ihn waren und sind in seinen vielen Jahren, in Erinnerungen derjenigen, deren Leselust er befriedigt hatte und derer, denen er Lust zum Lesen gegeben hatte und die mit ihm durch die Welt, durch die Höhen und Tiefen menschlichen Seins gereist waren und in Erinnerung derer, die sein so umfangreiches Schaffenswerk auch heute neben dem erbaulichen, nachdenklichen, schmunzelnden Lesen nutzen, um Ereignisse rückblickend besser verstehen zu können, die er beschrieben hatte und um die Zeiten besser zu begreifen, aus denen heraus er geschrieben hat.

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Dabei war und ist er so ganz Einer von uns, einer von gegenüber oder von nebenan.

Wir danken Wolfgang Schreyer, der aufrecht zur Wahrheit steht, der Freunden immer ein Freund war und der Generationen ein Lesevergnügen ganz eigener Art gab, eben das von Schreyer.

Helmhold Seidlein Nachsatz Lieber Wolfgang, an Deinem 90.

Und so sind seine Bücher über Intrigen, Verletzungen, Umstürze, Freundschaft und Verrat heute ein lebendiges Abbild von mittelamerikanisch- karibischen Verhältnissen in einer Zeit, als der Traum einer Weltrevolution noch lebendig war und Hoffnungen aber auch viele Widerstände weckte.

Die Vehemenz, die Gewalt mit der dieser Traum zugrunde ging, hat den streitbaren solidarischen Humanisten Schreyer ungemein berührt. Auch Europa, Deutschland, seine Heimat an der Ostsee boten genügend Stoff für nicht weniger aufregende Geschichten, erst recht dann, als es nur noch eines Flugtickets bedurfte, um sich vor Ort Palmen, Strände, karibische Lebensfreude und Folgen postkolonialer Entwicklungen zu betrachten, zumeist aus dem europäisch eingerichteten Hotelzimmer oder dem klimatisierten Bus heraus.

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